t2 Schränke und das „Tuch der Könige“

inkl. MwSt.

t2 Schränke und das »Tuch der Könige«

Material: Erle massiv mit Color-Öl + Bark Cloth »Petrol« »Patchwork nature brown« »Nature brown« »Springles and Stripes«
H 205 cm / B 102 cm / T 45 cm.
t2 Schiebetürschrank »Milky Way green«
H 250 cm / B 320 cm / T 62 cm
Material: Schubkasten Nussbaum massiv, Korpus Birke Tischlerplatte t2 Edelstahlgriff.


Beschreibung

t2 Möbel und das »Tuch der Könige«

Seit unserer ersten Begegnung mit Oliver Heintz und Mary Borongo, den Gründern des ugandisch-deutschen Familienunternehmens BARK CLOTH Europe/BARK CLOTH Uganda, bauen wir Massivholzmöbel mit archaischer Handwerkskunst, dem Rindentuch (engl.: bark cloth). Kunden, die unterschiedlicher nicht sein können und doch das eine gemeinsam haben, nämlich die Suche nach dem Besonderen, entscheiden sich immer wieder für das »Tuch der Könige«, um Schränke, Boards, Betten, Lichtobjekte, Wandverkleidungen und Raumteiler zu wertvollen Kunstobjekten zu veredeln! Das Rindentuch, auch »Tuch der Könige« genannt, gilt als ältestes Textil der Menschheitsgeschichte. Noch bis ins 19. Jahrhundert waren die besten Tücher den Monarchen einer der ältesten Dynastien der Erde vorbehalten, dem heute noch existierenden, rund 1000 Jahre alten Königreich Buganda.

UNESCO Weltkulturerbe

Das Rindentuch wird nach uralten Kenntnissen des Baumschälens und der Weiterverarbeitung aus der nachwachsenden Rinde des Mutuba-Feigenbaumes in Uganda gefertigt. Der Ficus natalensis wird pestizidfrei in Mischkultur angebaut und einmal im Jahr geerntet, ohne den Baum zu fällen. Der Stamm wird mit einem gespitzten Bananenstrunk aufgeschlitzt, geschält und mit Bananenblättern verbunden. Die neue Rinde wächst so, vor Austrocknung geschützt, innerhalb eines Jahres nach. Frisch geerntet wird die Rinde zusammengefaltet und gekocht, um anschließend mit einem Holzhammer breit, dünn und weich geschlagen zu werden. Bis ein Rindentuch seine gewünschte Größe und Stärke hat, braucht es rund 100.000 Schläge! Jedes Rindentuch ist die Ernte eines Baumes mit ganz eigener Struktur und Geschichte. Die mechanische Bearbeitung des naturbelassenen Vlieses (ohne jegliche Zusatzstoffe) ist, wie die Rindenernte selbst, ausschließlich handwerklich. Nur so gewinnt Bark Cloth die Struktur, Weichheit, Feinheit, Tiefe und unvergleichliche Ausdruckskraft. Es erscheint je nach Lichtsituation und Blickwinkel wie Leder oder wie ein zarter Fleece-Stoff in creme, ocker, rehbraun, orange, terracotta bis hin zu dunkelbraun. Kein Tuch gleicht dem anderen! Bevor dieses Wissen unwiederbringlich verschwinden würde, hat die UNESCO die Rindentuchproduktion 2006 zum Weltkulturerbe erklärt.

BARK CLOTH Europe

Gemeinsam mit ugandischen Biobauern startete das Familien-Unternehmen BARK CLOTH 1999 seine Tätigkeit als Pionier systematischer Rindentuch-Produktion und wurde 2001 von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ, damals GTZ) entdeckt. Bis 2005 wurde BARK CLOTH als Entwicklungshilfeprojekt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert und sichert bis heute über 700 kleinbäuerlichen Familien und Handwerkerinnen ein zusätzliches, notwendiges Einkommen.  Aus dem traditionell gefertigten und naturbelassenen Rindentuch bark cloth wurde  BARKTEX®, ästhetisch verschönert in kräftigen Naturtönen oder leuchtenden Fancy-Farben, als Patchworktuch oder in traditionellen Designs. Mit Ausrüstungsverfahren aus der Textil-, Holz-, Leder- oder Papiertechnik gibt es mittlerweile Zusatzfunktionen wie Wasserabweisung, Brandschutz, erhöhte Geschmeidigkeit oder optimierte Abriebfestigkeit für die unterschiedlichsten Anforderungen.